Jahrestagung Estrich & Bodenbeläge 2026

Fachgruppe Estrich und Bodenbeläge tagt an der Südlichen Weinstraße | Veranstaltung

Jahrestagung Estrich & Bodenbeläge 2026

Aktuelle Technik, praktische Lösungen für den Baustellenalltag und ein Blick in die digitale Zukunft: Bei der Jahrestagung 2026 der Fachgruppe Estrich und Bodenbeläge der Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz traf sich die Branche zum fachlichen Austausch an der Südlichen Weinstraße. Gemeinsam mit dem Schwesterverband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg organisiert, brachte die Veranstaltung Fachunternehmer aus mehreren Bundesländern zusammen – auch Kollegen aus dem Saarland waren der Einladung gefolgt.

Nach einem Mittagsimbiss eröffnete die Fachgruppe am frühen Nachmittag das Programm. In seiner Begrüßung betonte die Fachgruppenleitung die Bedeutung des persönlichen Austauschs für die Weiterentwicklung des Gewerkes – gerade in Zeiten technischer und organisatorischer Veränderungen.

Den fachlichen Auftakt machte Steffen Brosch, stellvertretender Fachgruppenleiter der Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz. In seinem Vortrag über Estrichunterkonstruktionen beleuchtete er die fachgerechte Ausführung bei Installationen auf Rohdecken und ging insbesondere auf typische Herausforderungen bei der Koordination mit anderen Gewerken ein.

Im Anschluss stellte Volker Reifferscheidt von der WEGO Systembaustoffe GmbH Chancen und Möglichkeiten für Estrichleger bei der Verlegung moderner Fußbodenheizungssysteme vor. Dabei wurde deutlich, dass sich für Fachbetriebe durch neue Systeme und Bauweisen zusätzliche Geschäftsfelder eröffnen können.

Mit der Frage „Ist die Bestätigungsprüfung noch zeitgemäß?“ griff Bertram Abert vom BeaPlan Sachverständigenbüro ein Thema auf, das in der Praxis immer wieder für Diskussionen sorgt. Sein Vortrag beleuchtete die aktuellen Anforderungen und regte zur fachlichen Auseinandersetzung mit bestehenden Prüfverfahren an.

Nach der Kaffeepause widmete sich ein Referententeam aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz den gestalterischen Möglichkeiten moderner Bodenflächen. Alexander Viesel, Maximilian Viesel und Michael Schlag stellten Sichtestriche und Terrazzoböden vor und zeigten anhand von Praxisbeispielen, wie sich handwerkliche Qualität und architektonischer Anspruch verbinden lassen.

Einen Blick über den Tellerrand wagte schließlich Christoph Krause mit seinem Vortrag „Vom Denken zum Machen – KI und Automatisierung in der Praxis“. Der Podcaster und Content Creater zeigte anschaulich, wie künstliche Intelligenz und digitale Werkzeuge bereits heute in Arbeitsprozessen eingesetzt werden können und welche Potenziale sich daraus auch für Handwerks- und Baubetriebe ergeben.

Nach dem Schlusswort klang die Jahrestagung bei einem gemeinsamen Abendessen aus – mit vielen Gesprächen, neuen Impulsen und der Gelegenheit, den Austausch zwischen den Betrieben und Verbänden weiter zu vertiefen.